Discussion:
Warum müssen Archäologen eigentlich immer erst graben um was Antikes zu finden?
(zu alt für eine Antwort)
Jonas Fleischer
2019-05-25 20:33:32 UTC
Permalink
Wo Menschen leben und aktiv sind, sollte es eigentlich keine längere
Zeit unberührten "cultural layers" (deutsch?) geben.

Gibt es aber. Also war die Ursache vielleicht eine globale
Naturkatastrophe die mal alles mit Schlamm bedeckt hat. Der sich dann
verhärtet hat, weil man noch nicht die technischen Mittel hatte, diese
Sauerei vollständig zu beseitigen. So daß Häuser bis zum 1. Stock
verschüttet blieben und dann der 1. Stock zum neuen Erdgeschoß erklärt
und eine neue Haustür eingebaut wurde. Das ist jedenfalls eine
alternativhistorische These aus Russland.

Verbindung zu den Sturmfluten an der Nordsee, der Zestörung der Insel
Strand bis zum Untergang von Rungholt? Verbindung zu Inseln auf alten
Karten, teilweise in liebevollen Details mit vielen Ortsnamen
gezeichnet - von denen es heute heißt, es hätte sie nie gegeben? Z.B.
Frisland südwestlich von Island. Nach dem Sturmfluten in der Nordsee
war diese Insel von den neueren Karten verschwunden. Zufall?

Es kann doch nicht sein, daß diese angesehenen Kartografen damals
lauter Fantasten waren? Immerhin sollten diese Karten ja auch
praktische Zwecke für Seefahrer erfüllen. Die konnten sich vielleicht
leisten, ihre Karten mit ein paar Drachen zu dekorieren, aber doch
nicht, Seefahrer durch das Einzeichnen von Phantominseln irrezuführen.
Sie hätten dadurch doch ihren Ruf ruiniert und ihr Einkommen gefährdet,
oder?

Man hat beim Ausschachten von alten Gebäuden verschüttete
Untergeschosse mit Fenstern in normaler Größe und Haustüren gefunden,
offensichtlich verschüttete Erdgeschosse. Halb unterirdische
Kellerfenster in normaler Grüße sind bei älteren Gebäuden nicht selten,
man muß einfach mal drauf achten, gibt es sogar hier auf der Rückseite
vom Vorderhaus mit einem schmalen Lichtschacht davor.

Ich habe auf sowas früher nie geachtet, habe es genau wie die "cultural
layers" als nie hinterfragte Selbstverständlichkeit hingenommen, aber
jetzt wundere ich mich darüber.

Chicago soll angeblich mal höher gelegt worden sein. Unter Seattle gibt
es eine Untergrundstadt. Die hatten doch damals noch gar nicht die
technischen Mittel für solche aufwendigen Projekte, zahlreiche Häuser
höherzulegen? Immerhin waren sie damals noch mit Pferdekutschen
unterwegs.

Fazit - Irgendwas stimmt mit der üblichen Geschichtsschreibung nicht.

Aber schaut selbst, bei Reddit gibt es eine Menge dazu.

https://old.reddit.com/r/CulturalLayer/

Und dieses Forum ist auch sehr interessant.

https://www.stolenhistory.org/

Und nein, ich behaupte gar nichts. Ich stelle nur fest, daß Leute auf
Ungereimtheiten gestoßen sind, für die eine überzeugende Erklärung
fehlt.
Hans
2019-05-25 20:49:01 UTC
Permalink
Post by Jonas Fleischer
Wo Menschen leben und aktiv sind, sollte es eigentlich keine längere
Zeit unberührten "cultural layers" (deutsch?) geben.
Gibt es aber. Also war die Ursache vielleicht eine globale
Naturkatastrophe die mal alles mit Schlamm bedeckt hat. Der sich dann
verhärtet hat, weil man noch nicht die technischen Mittel hatte, diese
Sauerei vollständig zu beseitigen. So daß Häuser bis zum 1. Stock
verschüttet blieben und dann der 1. Stock zum neuen Erdgeschoß erklärt
und eine neue Haustür eingebaut wurde. Das ist jedenfalls eine
alternativhistorische These aus Russland.
[.....]


Das habe ich mich auch gefragt, warum da immer gegraben werden muß, um
was zu finden. Wobei es heute schon eine "berührungslose" Archäologie
gibt, wo mit anderen Mitteln in die Erde hinein geschaut wird. Stichwort
"Georadar".

https://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/angewandte-geophysik/bodenuntersuchungen

Hans
Jonas Fleischer
2019-05-25 21:31:33 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by Jonas Fleischer
Wo Menschen leben und aktiv sind, sollte es eigentlich keine längere
Zeit unberührten "cultural layers" (deutsch?) geben.
Gibt es aber. Also war die Ursache vielleicht eine globale
Naturkatastrophe die mal alles mit Schlamm bedeckt hat. Der sich
dann verhärtet hat, weil man noch nicht die technischen Mittel
hatte, diese Sauerei vollständig zu beseitigen. So daß Häuser bis
zum 1. Stock verschüttet blieben und dann der 1. Stock zum neuen
Erdgeschoß erklärt und eine neue Haustür eingebaut wurde. Das ist
jedenfalls eine alternativhistorische These aus Russland.
[.....]
Das habe ich mich auch gefragt, warum da immer gegraben werden muß,
um was zu finden. Wobei es heute schon eine "berührungslose"
Archäologie gibt, wo mit anderen Mitteln in die Erde hinein geschaut
wird. Stichwort "Georadar".
https://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/angewandte-geophysik/bodenuntersuchungen
Hans
Coole Erfindung, damit könnte man wohl noch viele dieser verschütteten
Erdgeschosse aufspüren, auch wenn gerade keine Ausschachtungsarbeiten
anstehen.

Eine weitere Auffälligkeit ist, daß es in älteren Stadtvierteln, z. B.
Neapel häufig Tiefparterrewohnungen gibt. Warum hat man das so gebaut?
Das macht doch gar keinen Sinn.

Es sei denn, das wären die halb verschütteten ehemaligen Erdgeschosse
nach der Katastrophe. Kann gut sein, daß die Schlammschicht in
Südeuropa nicht ganz so hoch war wie z.B. in Russland, und darum die
Erdschosse nur halb versunken sind - und dann zu billigen
Armenwohnungen gemacht wurden.

Ach, und jetzt erinnere ich mich an die Plaka in Athen, da gibt es
viele halb unterirdische Werkstätten. Und ein Mann aus Algier hat mal
beiläufig erwähnt, daß er bei der Arbeit in einer solche
Tiefgeschoßwerkstatt manchmal einen Blickwinkel hatte, um Frauen unter
den Rock zu schauen. Demnach wären auch Griechenland und Nordafrika
betroffen gewesen.

Die Frage ist - was könnte eine solche globale Katastrophe ausgelöst
haben? Und könnte sich sowas wiederholen?

Wie auch immer, bei dem genannten Redditforum gibt es noch weitere
interessante Links, u. a. zu Fomenkos Chronologiekritik und "Tartaria",
so wurde auf alten Karten Eurasien östlich von Moskau genannt, bevor
die Russen das erobert haben. Der Name "Tartaren" war eine Art
Überbegriff für Turkvölker und Kaukasier, und man findet interessante
historische Bilder.

Die Flagge dieser eurasischen Stammeskonföderation soll ein Greif
gewesen sein, jedenfalls wird das in älteren Büchern so dargestellt.
Und der Greif ist auch das Emblem des bayerischen USK, das den Ruf hat,
manchmal ziemlich rabiat zu sein - wie diese Reitervölker damals.
Zufall? lol

Wir sollten mal alle Gentests machen. Wer weiß, was da alles rauskommen
würde? ;)
Horst Felder
2019-05-26 08:05:11 UTC
Permalink
Hallo Jonas!
Post by Jonas Fleischer
Fazit - Irgendwas stimmt mit der üblichen Geschichtsschreibung nicht.
Mensch, zum Glück haben wir dich! Durch kurzes nachdenken hast du
endlich aufgedeckt, das die Archäologen und Historiker die ganze
Geschichte gefälscht haben… oder zu blöd waren, das alles nicht zu
erkennen… diese Flaschen!

Ich schlage dich zum großen Youtube-Preis für alternative
Wirklichkeitsdeutungen vor!
--
Mit freundlichen Grüßen
Horst Felder - www.flohheim.de
GNU/Linux; damit ich auch morgen noch vernünftig arbeiten kann!
Jonas Fleischer
2019-05-26 11:43:27 UTC
Permalink
Post by Horst Felder
Hallo Jonas!
Post by Jonas Fleischer
Fazit - Irgendwas stimmt mit der üblichen Geschichtsschreibung nicht.
Mensch, zum Glück haben wir dich! Durch kurzes nachdenken hast du
endlich aufgedeckt, das die Archäologen und Historiker die ganze
Geschichte gefälscht haben… oder zu blöd waren, das alles nicht zu
erkennen… diese Flaschen!
Ich schlage dich zum großen Youtube-Preis für alternative
Wirklichkeitsdeutungen vor!
Das sind nicht meine Ideen. Aber ich finde sie sehr interessant.
Roger Roesler
2019-05-26 09:06:47 UTC
Permalink
Post by Jonas Fleischer
Wo Menschen leben und aktiv sind, sollte es eigentlich keine längere
Zeit unberührten "cultural layers" (deutsch?) geben.
Kulturschichten.
Post by Jonas Fleischer
Gibt es aber. Also war die Ursache vielleicht eine globale
Naturkatastrophe die mal alles mit Schlamm bedeckt hat. Der sich dann
verhärtet hat, weil man noch nicht die technischen Mittel hatte, diese
Sauerei vollständig zu beseitigen. So daß Häuser bis zum 1. Stock
verschüttet blieben und dann der 1. Stock zum neuen Erdgeschoß erklärt
und eine neue Haustür eingebaut wurde. Das ist jedenfalls eine
alternativhistorische These aus Russland.
Diese Welt ist zugeschissen worden. Deshalb gibt es übereinander
liegende Schichten von Scheiße. Es ist somit die biologische Aktivität,
die niemals zum Stillstand kommt. Es sind biologische und geologische
Aktivitäten an der Oberfläche der Erdkruste, die schließlich alles
überdecken. Gewisse Naturkatastrophen haben natürlich auch ihren Anteil
daran. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Sturmfluten, Feuersbrünste und
schließlich die ganz normale Aktivität der Atmosphäre.

Diese Atmosphäre ist sehr aggressiv, weil sie einen hohen Prozentsatz
von Sauerstoff enthält. Die Oxydation ist ein hauptsächlicher Grund für
die sogenannte Erosion. Eisen zum Beispiel erscheint uns als ein
massiver Werkstoff. Aber schon nach wenigen Jahren fängt dieser
Werkstoff an zu rosten, übrig bleibt dann nur ein rötliches Pulver.
Dieser Prozess erstreckt sich über lange Zeiträume, viele Jahrhunderte
und Jahrtausende.
Post by Jonas Fleischer
Verbindung zu den Sturmfluten an der Nordsee, der Zestörung der Insel
Strand bis zum Untergang von Rungholt? Verbindung zu Inseln auf alten
Karten, teilweise in liebevollen Details mit vielen Ortsnamen
gezeichnet - von denen es heute heißt, es hätte sie nie gegeben? Z.B.
Frisland südwestlich von Island. Nach dem Sturmfluten in der Nordsee
war diese Insel von den neueren Karten verschwunden. Zufall?
Nein, kein Zufall. Eine Folge des Endes der letzten Vereisung auf der
Nordhalbkugel. Die Küstenlinie der Kontinente ist in einem ständigen
Wandel begriffen auch aufgrund der Plattentektonik. Große Teile der
antiken Stadt Alexandria liegen heute unter dem Spiegel des
Mittelmeeres. Es ist im Meer versunken.
Post by Jonas Fleischer
Es kann doch nicht sein, daß diese angesehenen Kartografen damals
lauter Fantasten waren? Immerhin sollten diese Karten ja auch
praktische Zwecke für Seefahrer erfüllen. Die konnten sich vielleicht
leisten, ihre Karten mit ein paar Drachen zu dekorieren, aber doch
nicht, Seefahrer durch das Einzeichnen von Phantominseln irrezuführen.
Sie hätten dadurch doch ihren Ruf ruiniert und ihr Einkommen
gefährdet, oder?
Wir leben auf einem dynamisch sich entwickelnden Planeten. Die
Küstenlinie der Kontinente hat sich Laufe der Jahrhunderte und
Jahrtausende erheblich verändert. Wir leben in der Raumzeit. Wir sind
unentwegt auf dem Weg in die Zukunft. Und wir können daran nix ändern.
Wir sind gefangen in der Raumzeit unseres Planeten. Es ist eine lokale
Zeit und keine universale.
Post by Jonas Fleischer
Man hat beim Ausschachten von alten Gebäuden verschüttete
Untergeschosse mit Fenstern in normaler Größe und Haustüren gefunden,
offensichtlich verschüttete Erdgeschosse. Halb unterirdische
Kellerfenster in normaler Grüße sind bei älteren Gebäuden nicht
selten, man muß einfach mal drauf achten, gibt es sogar hier auf der
Rückseite vom Vorderhaus mit einem schmalen Lichtschacht davor.
Für den Menschen stellt sich die Welt als unveränderlich dar, weil er
diese geologischen und biologischen Aktivität des Planeten nicht
wahrnimmt. Tatsächlich befindet sich die gesamte Umgebung des Menschen
ständig in Bewegung, was sich allerdings in einer anderen Zeitebene
abspielt.
Post by Jonas Fleischer
Ich habe auf sowas früher nie geachtet, habe es genau wie die
"cultural layers" als nie hinterfragte Selbstverständlichkeit
hingenommen, aber jetzt wundere ich mich darüber.
Chicago soll angeblich mal höher gelegt worden sein. Unter Seattle
gibt es eine Untergrundstadt. Die hatten doch damals noch gar nicht
die technischen Mittel für solche aufwendigen Projekte, zahlreiche
Häuser höherzulegen? Immerhin waren sie damals noch mit Pferdekutschen
unterwegs.
Doch doch, die technischen Mittel waren schon vor Jahrhunderten
vorhanden. In den Niederlanden wurde schon vor vielen Jahrhunderten
durch Windmühlen der Grundwasserspiegel abgesenkt und mit dem Bau von
Deichen der Nordsee neues Land abgerungen. Die Insel Manhattan hat sich
in ihrer Größe seit der Gründung einer Stadt dort als New Amsterdam
verdoppelt, weil die Bewohner die Küste zugeschissen haben. ;-)
Post by Jonas Fleischer
Fazit - Irgendwas stimmt mit der üblichen Geschichtsschreibung nicht.
Die übliche Geschichtsschreibung wird ständig revidiert und
überarbeitet. Es gibt stets neue Erkenntnisse auf dem Gebiet dieser
Forschung. Auf diesem Gebiet gibt es jedoch auch viele zweifelhafte
Erkenntnisse. Das ist unbestritten. Zum Beispiel diese Erzählungen mit
Dschieses.

Da es vielleicht auch von philosophischem Interesse ist, F'up erweitert
auf diese Gruppe.
--
ЯR
Jonas Fleischer
2019-05-26 12:46:24 UTC
Permalink
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Ich habe auf sowas früher nie geachtet, habe es genau wie die
"cultural layers" als nie hinterfragte Selbstverständlichkeit
hingenommen, aber jetzt wundere ich mich darüber.
Chicago soll angeblich mal höher gelegt worden sein. Unter Seattle
gibt es eine Untergrundstadt. Die hatten doch damals noch gar nicht
die technischen Mittel für solche aufwendigen Projekte, zahlreiche
Häuser höherzulegen? Immerhin waren sie damals noch mit
Pferdekutschen unterwegs.
Doch doch, die technischen Mittel waren schon vor Jahrhunderten
vorhanden. In den Niederlanden wurde schon vor vielen Jahrhunderten
durch Windmühlen der Grundwasserspiegel abgesenkt und mit dem Bau von
Deichen der Nordsee neues Land abgerungen. Die Insel Manhattan hat
sich in ihrer Größe seit der Gründung einer Stadt dort als New
Amsterdam verdoppelt, weil die Bewohner die Küste zugeschissen
haben. ;-)
Das ist aber doch ein Unterschied, ob man eine ganze Stadt höherlegt
oder ob man durch Deiche Land gewinnt, findest du nicht? Nein, mir
kommt das technische Höherlegen von Häusern im 19. Jahrhundert so
unmöglich vor, daß mir diese Schlammfluttheorie viel glaubhafter
erscheint.
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Fazit - Irgendwas stimmt mit der üblichen Geschichtsschreibung nicht.
Die übliche Geschichtsschreibung wird ständig revidiert und
überarbeitet. Es gibt stets neue Erkenntnisse auf dem Gebiet dieser
Forschung. Auf diesem Gebiet gibt es jedoch auch viele zweifelhafte
Erkenntnisse. Das ist unbestritten. Zum Beispiel diese Erzählungen
mit Dschieses.
Da es vielleicht auch von philosophischem Interesse ist, F'up
erweitert auf diese Gruppe.
Neue Erkenntnisse setzen sich im Mainstream-Wissenschaftsbetrieb doch
immer erst durch, wenn die Anhänger der älteren Lehren in Rente
gegangen sind. Und bis dahin werden die Laien mit der veralteten
Version weiter irregeführt - und sind auf teilweise sehr spekulative
Alternativwissenschaft angewiesen. Das gilt auch für die Medizin. Laut
einem erschütternden Artikel ist z. B. die Traumatherapie hierzulande
quasi auf dem Stand eines Dritte-Welt-Landes.

Darum traue ich dem Wissenschaftsbetrieb so wenig wie dem Vatikan.
Jedenfalls hier im geistig schwerfälligen Deutschland nicht. Amerikaner
und Russen sind da viel aufgeschlossener. Dafür nehme ich lieber einige
Spinner in Kauf und versuche, das zu Absurde auszusieben und als
kreative Kunst zu betrachten.

Ich frage mich, was den deutschen Geist so verdunkelt hat. Von
Aufklärung kann da gar keine Rede sein. Gerade bei denen nicht, die
immer die Aufklärung wie einen Schild vor sich hertragen. Nun, das ist
leider nicht zu ändern.
Bernhard Schornak
2019-05-26 14:06:17 UTC
Permalink
Post by Jonas Fleischer
Neue Erkenntnisse setzen sich im Mainstream-Wissenschaftsbetrieb doch
immer erst durch, wenn die Anhänger der älteren Lehren in Rente
gegangen sind.
Archäologen und Historiker mauscheln sich mitnichten in geheimen
Abstimmungen die "Mainstreammeinung" zusammen. Beide sind exakte
Wissenschaften, die ausschliesslich durch Ausgrabungen erhaltene
Funde und konkret (zum Beispiel durch zeitgenössische Dokumente)
belegbare Daten und Fakten anerkennnen. Korrekturen werden immer
dann vorgenommen, wenn neue Funde die bisherigen Erkenntnisse in
einem neuen Licht erscheinen lassen (zum Beispiel die Ausgrabung
im Dorf der Pyramidenbauer, die unser Bild vom Bau der Pyramiden
grundlegend änderten).
Post by Jonas Fleischer
Und bis dahin werden die Laien mit der veralteten
Version weiter irregeführt - und sind auf teilweise sehr spekulative
Alternativwissenschaft angewiesen.
Was bitteschön sind "Alternativwissenschaften"? Es gibt nur eine
in diverse Fachbereiche aufgeteilte Wissenschaft. Was auch immer
wissenschaftliche Erkenntnisse mit nicht wissenschaftlichen (das
heisst: unwissenschaftlichen) Methoden in Zweifel stellt, bewegt
sich ausserhalb des Mess- und Belegbaren - "alternative" Fakten,
Hypothesen oder Wissenschaften sind also schlicht und ergreifend
Pseudo-Fakten, Pseudo-Hypothesen oder Pseudo-Wissenschaften, die
tatsächliches Wissen gegen sinnfreie Placebos ersetzen möchten.
Post by Jonas Fleischer
[...]
Darum traue ich dem Wissenschaftsbetrieb so wenig wie dem Vatikan.
Religion und Wissenschaft schließen einander prinzipbedingt aus.
An Messbares muss man nicht glauben, da man es ja anfassen kann,
Glaubensbekenntnisse kann man nicht messen, da sie dimensionslos
sind, und nur im Hirn der Glaubenden existieren.
Post by Jonas Fleischer
Jedenfalls hier im geistig schwerfälligen Deutschland nicht. Amerikaner
und Russen sind da viel aufgeschlossener. Dafür nehme ich lieber einige
Spinner in Kauf und versuche, das zu Absurde auszusieben und als
kreative Kunst zu betrachten.
Dumm, dass alle wissenschaftlichen Publikationen *international*
gelesen und peer-reviewed werden - eine "nationale" Wissenschaft
mag noch in den Hirnen einiger "Patridioten" herumspuken, in der
wirklichen Welt sind die Wissenschaftler rund um den Globus aber
in ständigem Wissensaustausch.

Es steht jedem frei, neue Gedanken in den "Wissenschaftsbetrieb"
einzubringen. Man sollte aber damit rechnen, dass man neue Dinge
nur dann etablieren kann, wenn man sie auch einwandfrei nach den
Regeln der Wissenschaft belegen, erfassen, nachweisen kann - wer
abenteuerliche Behauptungen aufstellt, die sich bei näherem Hin-
schauen sehr schnell als haltlos herausstellen, da sie gegen die
grundlegendsten physikalischen Gesetze verstoßen oder gesicherte
Erkenntnisse ohne jede wissenschaftliche Herleitung für ungültig
erklären, sollte nicht damit rechnen, ernst genommen zu werden.


Schönen Restsonntag!

Bernhard Schornak
Horst Felder
2019-05-26 21:11:31 UTC
Permalink
Hallo Bernhard!
Post by Bernhard Schornak
Was bitteschön sind "Alternativwissenschaften"?
So was wie Axel-Stoll-Videos in Youtube:
https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Stoll
--
Mit freundlichen Grüßen
Horst Felder - www.flohheim.de
GNU/Linux; damit ich auch morgen noch vernünftig arbeiten kann!
Bernhard Schornak
2019-05-26 22:00:38 UTC
Permalink
Post by Horst Felder
Hallo Bernhard!
Post by Bernhard Schornak
Was bitteschön sind "Alternativwissenschaften"?
https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Stoll
Ah ja... ;)


Danke für den Link!

Bernhard Schornak


P.S.: Wer etwas über *wirkliche* Geschichtswissenschaft und
aktuelle Archäologie erfahren möchte, sollte sich mal
den regelmässig in d.s.g. geposteten "explorator" an-
schauen.
Roger Roesler
2019-05-26 16:06:54 UTC
Permalink
Post by Jonas Fleischer
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Chicago soll angeblich mal höher gelegt worden sein. Unter Seattle
gibt es eine Untergrundstadt. Die hatten doch damals noch gar nicht
die technischen Mittel für solche aufwendigen Projekte, zahlreiche
Häuser höherzulegen? Immerhin waren sie damals noch mit
Pferdekutschen unterwegs.
Doch doch, die technischen Mittel waren schon vor Jahrhunderten
vorhanden. In den Niederlanden wurde schon vor vielen Jahrhunderten
durch Windmühlen der Grundwasserspiegel abgesenkt und mit dem Bau von
Deichen der Nordsee neues Land abgerungen. Die Insel Manhattan hat
sich in ihrer Größe seit der Gründung einer Stadt dort als New
Amsterdam verdoppelt, weil die Bewohner die Küste zugeschissen
haben. ;-)
Das ist aber doch ein Unterschied, ob man eine ganze Stadt höherlegt
oder ob man durch Deiche Land gewinnt, findest du nicht? Nein, mir
kommt das technische Höherlegen von Häusern im 19. Jahrhundert so
unmöglich vor, daß mir diese Schlammfluttheorie viel glaubhafter
erscheint.
Die ganze Geschichte ist doch hier wunderbar dokumentiert:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Anhebung_von_Chicago>

Gleiches gilt für Seattle:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Seattle_Underground>

Bei der Dokumentation dieser historischen Ereignisse sehe ich keine
großen Probleme. Für mich klingt das einleuchtend. Schlammfluten gibt es
natürlich auch, allerdings an anderen Orten. Im Falle Seattles könnte
noch die geologische Aktivität in Verbindung mit der Gefahr von Tsunamis
eine Rolle spielen. Im 19. Jahrhundert ist mir da nichts bekannt
geworden.
Post by Jonas Fleischer
Neue Erkenntnisse setzen sich im Mainstream-Wissenschaftsbetrieb doch
immer erst durch, wenn die Anhänger der älteren Lehren in Rente
gegangen sind. Und bis dahin werden die Laien mit der veralteten
Version weiter irregeführt - und sind auf teilweise sehr spekulative
Alternativwissenschaft angewiesen. Das gilt auch für die Medizin. Laut
einem erschütternden Artikel ist z. B. die Traumatherapie hierzulande
quasi auf dem Stand eines Dritte-Welt-Landes.
Sicherlich ist da etwas Wahres dran. Auf jedem Gebiet gibt es
versteinerte Autoritäten, die ihre Auffassung verbreiten und behaupten.
Es ist ein langsamer Prozess. Aber er dient der Wahrheit. Man muss nicht
jeder neuen These sofort anhängen. Die Kommunikation auf diesen Gebieten
könnte vielleicht verbessert werden.
Post by Jonas Fleischer
Darum traue ich dem Wissenschaftsbetrieb so wenig wie dem Vatikan.
Jedenfalls hier im geistig schwerfälligen Deutschland nicht.
Amerikaner und Russen sind da viel aufgeschlossener. Dafür nehme ich
lieber einige Spinner in Kauf und versuche, das zu Absurde
auszusieben und als kreative Kunst zu betrachten.
Richtig, ein jeder sollte sorgfältig prüfen. Denn es geht ja bei solchen
Fragen um die dauerhafte Existenz dieser Welt.
Post by Jonas Fleischer
Ich frage mich, was den deutschen Geist so verdunkelt hat. Von
Aufklärung kann da gar keine Rede sein. Gerade bei denen nicht, die
immer die Aufklärung wie einen Schild vor sich hertragen. Nun, das ist
leider nicht zu ändern.
Der deutsche Geist ist seit siebzig Jahren in der Phase der Korruption
und des Defätismus befangen. Das neue Evangelium heißt Grundgesetz. Und
die Lehre in all ihren Facetten wurde auf dieses Gesetz verpflichtet.
Diese Erdichtung des GG wirkt auf die Menschen wie ein tödlicher
Zauberspruch. Es sind magische Worte, die in der Realität jedoch keine
Bedeutung erlangt haben. Zumindest nach der Erfahrung meines Lebens.
--
ЯR
Jonas Fleischer
2019-05-27 02:57:48 UTC
Permalink
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Chicago soll angeblich mal höher gelegt worden sein. Unter Seattle
gibt es eine Untergrundstadt. Die hatten doch damals noch gar
nicht die technischen Mittel für solche aufwendigen Projekte,
zahlreiche Häuser höherzulegen? Immerhin waren sie damals noch mit
Pferdekutschen unterwegs.
Doch doch, die technischen Mittel waren schon vor Jahrhunderten
vorhanden. In den Niederlanden wurde schon vor vielen Jahrhunderten
durch Windmühlen der Grundwasserspiegel abgesenkt und mit dem Bau
von Deichen der Nordsee neues Land abgerungen. Die Insel Manhattan
hat sich in ihrer Größe seit der Gründung einer Stadt dort als New
Amsterdam verdoppelt, weil die Bewohner die Küste zugeschissen
haben. ;-)
Das ist aber doch ein Unterschied, ob man eine ganze Stadt höherlegt
oder ob man durch Deiche Land gewinnt, findest du nicht? Nein, mir
kommt das technische Höherlegen von Häusern im 19. Jahrhundert so
unmöglich vor, daß mir diese Schlammfluttheorie viel glaubhafter
erscheint.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Anhebung_von_Chicago>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Seattle_Underground>
Bei der Dokumentation dieser historischen Ereignisse sehe ich keine
großen Probleme. Für mich klingt das einleuchtend. Schlammfluten gibt
es natürlich auch, allerdings an anderen Orten. Im Falle Seattles
könnte noch die geologische Aktivität in Verbindung mit der Gefahr
von Tsunamis eine Rolle spielen. Im 19. Jahrhundert ist mir da
nichts bekannt geworden.
Für dich klingt es einleuchtend. Andere haben Gründe genannt, warum sie
das überhaupt nicht einleuchtend finden. Und sie spekulieren, ob da
absichtlich faustdick gelogen wurde. Wäre ja nichts Neues.

In Stuttgart gibt es übrigens einen Antisemitismusbeauftragten, der
sagt, daß Leute mit zuviel Mißtrauen gegenüber Eliten "unsere liberale
Grundordnung" zerstören, und sowas wäre total AfD. In einem normalen
Land würde man ihn schallend auslachen.
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Neue Erkenntnisse setzen sich im Mainstream-Wissenschaftsbetrieb
doch immer erst durch, wenn die Anhänger der älteren Lehren in Rente
gegangen sind. Und bis dahin werden die Laien mit der veralteten
Version weiter irregeführt - und sind auf teilweise sehr spekulative
Alternativwissenschaft angewiesen. Das gilt auch für die Medizin.
Laut einem erschütternden Artikel ist z. B. die Traumatherapie
hierzulande quasi auf dem Stand eines Dritte-Welt-Landes.
Sicherlich ist da etwas Wahres dran. Auf jedem Gebiet gibt es
versteinerte Autoritäten, die ihre Auffassung verbreiten und
behaupten. Es ist ein langsamer Prozess. Aber er dient der Wahrheit.
Man muss nicht jeder neuen These sofort anhängen. Die Kommunikation
auf diesen Gebieten könnte vielleicht verbessert werden.
Sorry, aber genauso reden auch Pfaffen aus dem Vatikan. "Die Kirche ist
manchmal ein schwerfälliges Schiff, aber letztendlich setzt sich "die
Wahrheit" durch" etc. blabla Soviel Geduld und Vertrauen hat aber nicht
jeder. Weil man weiß, daß Eliten lügen, um ihre Macht zu erhalten. Und
der Wissenschaftsbetrieb ist ein Teil der Elite.
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Darum traue ich dem Wissenschaftsbetrieb so wenig wie dem Vatikan.
Jedenfalls hier im geistig schwerfälligen Deutschland nicht.
Amerikaner und Russen sind da viel aufgeschlossener. Dafür nehme ich
lieber einige Spinner in Kauf und versuche, das zu Absurde
auszusieben und als kreative Kunst zu betrachten.
Richtig, ein jeder sollte sorgfältig prüfen. Denn es geht ja bei
solchen Fragen um die dauerhafte Existenz dieser Welt.
Genau.
Post by Roger Roesler
Post by Jonas Fleischer
Ich frage mich, was den deutschen Geist so verdunkelt hat. Von
Aufklärung kann da gar keine Rede sein. Gerade bei denen nicht, die
immer die Aufklärung wie einen Schild vor sich hertragen. Nun, das
ist leider nicht zu ändern.
Der deutsche Geist ist seit siebzig Jahren in der Phase der
Korruption und des Defätismus befangen. Das neue Evangelium heißt
Grundgesetz. Und die Lehre in all ihren Facetten wurde auf dieses
Gesetz verpflichtet. Diese Erdichtung des GG wirkt auf die Menschen
wie ein tödlicher Zauberspruch. Es sind magische Worte, die in der
Realität jedoch keine Bedeutung erlangt haben. Zumindest nach der
Erfahrung meines Lebens.
Es handelt sich also um das hier

https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilreligion
https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Religion

Es wird Zeit den Begriff der negativen Religionsfreiheit auszudehnen
auch auf nichttheistische säkulare Systeme.

Aber mach das mal einem deutschen Religionskritiker klar, der die
Kirche verdammt, aber fest an das GG glaubt. Das nächste Mal, wenn
einer die strikte Trennung von Staat und Kirche fordert, frage ich ihn,
wie es denn mit der Trennung von Gesetz und Moral in seinem Kopf
aussieht. ;)
Bernhard Schornak
2019-05-27 21:35:48 UTC
Permalink
Post by Jonas Fleischer
Es handelt sich also um das hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilreligion
https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Religion
Es wird Zeit den Begriff der negativen Religionsfreiheit auszudehnen
auch auf nichttheistische säkulare Systeme.
Aber mach das mal einem deutschen Religionskritiker klar, der die
Kirche verdammt, aber fest an das GG glaubt. Das nächste Mal, wenn
einer die strikte Trennung von Staat und Kirche fordert, frage ich ihn,
wie es denn mit der Trennung von Gesetz und Moral in seinem Kopf
aussieht. ;)
Mir deucht, Du hast den Unterschied zwischen Glauben (ob der nun
mit Bezug auf heilige Schriften organisiert oder selbst erfunden
ist, sei dahingestellt) und den exakten Wissenschaften (zu denen
auch die Rechtswissenschaften zählen, die unter anderem auch bei
der Schaffung von Verfassungen - nichts anderes ist unser Grund-
gesetz - zur Rate gezogen werden) nicht begriffen.

An Verfassungen und Gesetzeswerke muss man nicht glauben. Im Ge-
gensatz zu einem "Glaubensbekenntnis" sind Gesetze verbindliche,
für alle Menschen geltende Regeln - ungeachtet dessen, was diese
auch immer glauben oder nicht glauben mögen. Wer *Gesetzestreue*
mit virtuellen Phantasien der Religionen gleichsetzt, muss schon
reichlich merkwürdige Vorstellungen vom geregelten Zusammenleben
aller Menschen eines Staatsgebildes haben. Wer eine *Verfassung*
(mit ihren Definitionen grundsätzlicher Selbstverständlichkeiten
des Zusammenlebens in einer Gesellschaft) in die Nähe religiöser
Glaubensbekenntnisse rückt, kann kaum etwas Gutes für seine Mit-
menschen im Sinne haben...


Grüsse aus Augsburg

Bernhard Schornak
Jonas Fleischer
2019-05-28 07:48:25 UTC
Permalink
Post by Bernhard Schornak
Post by Jonas Fleischer
Es handelt sich also um das hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilreligion
https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Religion
Es wird Zeit den Begriff der negativen Religionsfreiheit auszudehnen
auch auf nichttheistische säkulare Systeme.
Aber mach das mal einem deutschen Religionskritiker klar, der die
Kirche verdammt, aber fest an das GG glaubt. Das nächste Mal, wenn
einer die strikte Trennung von Staat und Kirche fordert, frage ich
ihn, wie es denn mit der Trennung von Gesetz und Moral in seinem
Kopf aussieht. ;)
Mir deucht, Du hast den Unterschied zwischen Glauben (ob der nun
mit Bezug auf heilige Schriften organisiert oder selbst erfunden
ist, sei dahingestellt) und den exakten Wissenschaften (zu denen
auch die Rechtswissenschaften zählen, die unter anderem auch bei
der Schaffung von Verfassungen - nichts anderes ist unser Grund-
gesetz - zur Rate gezogen werden) nicht begriffen.
An Verfassungen und Gesetzeswerke muss man nicht glauben. Im Ge-
gensatz zu einem "Glaubensbekenntnis" sind Gesetze verbindliche,
für alle Menschen geltende Regeln - ungeachtet dessen, was diese
auch immer glauben oder nicht glauben mögen. Wer *Gesetzestreue*
mit virtuellen Phantasien der Religionen gleichsetzt, muss schon
reichlich merkwürdige Vorstellungen vom geregelten Zusammenleben
aller Menschen eines Staatsgebildes haben. Wer eine *Verfassung*
(mit ihren Definitionen grundsätzlicher Selbstverständlichkeiten
des Zusammenlebens in einer Gesellschaft) in die Nähe religiöser
Glaubensbekenntnisse rückt, kann kaum etwas Gutes für seine Mit-
menschen im Sinne haben...
Grüsse aus Augsburg
Bernhard Schornak
Doch, habe ich. Es ist z. B. gesetzlich verboten ein Hakenkreuz zu
tragen, es gilt als verfassungswidriges Kennzeichen. Es ist gesetzlich
verboten, mit Heil Hitler zu grüßen. Daran muß man sich halten. Aber es
ist nicht verboten, ein T-Shirt mit HKNKRZ oder Turnschuhe mit "88" zu
tragen.

Aber das paßt Linken nicht, und darum skandalisieren sie regelmäßig
auch das gesetzlich Erlaubte (z. B. die Netzkampagne gegen Ariel 88)
und erreichen dadurch oft eine weitere Verschärfung des Gesetzes.
Solange das ohne Protest möglich ist, hat das GG den Charakter der
Torah, um die der Rabbi nochmal einen talmudischen Sicherheitszaun
zieht, so daß z. B. "Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner
Mutter kochen" in Israel in Form von zwei getrennten Hotelküchen für
Milch- und Fleischgerichte umgesetzt wird.

Und da wir in Deutschland Religionsfreiheit haben, nehme ich mein Recht
auf negative Religionsfreiheit in Anspruch und verlange, daß jede
Talmudisierung des deutschen Rechts unterbleibt. Das GG ist nicht die
Torah. Also darf es auch keine Sicherheitszäune um Gesetze geben. Die
Grenze ist genau da, wo das Gesetz es sagt, und bis dahin darf ich
gehen. Das nennt man Rechtssicherheit.

Und Humanisten, die die Trennung von Staat und Kirche fordern, aber
eine solche Talmudisierung des säkularen Rechts kritiklos akzeptieren,
sind ganz einfach Heuchler. Und ehe du fragst - nein, ich hasse keine
Juden. Aber ich möchte selbst nicht jüdisch sein und auch nicht
judaisiert werden.

Und diese neue Kampagne gerade, als Nichtjude aus Solidarität eine
Kippa zu tragen, ist auch noch der Versuch einer sozialen Judaisierung,
und eine absolute Übergriffigkeit. Das Judentum ist die Religion eines
Volkes. Aber jüdische Prinzipien und Sitten haben keinerlei Anspruch
auf universelle Geltung, auch dann nicht, wenn es statt 6 Millionen 12
Millionen Holocaustopfer gegeben hätte. Diese Kampagne ging von einem
sog. Antisemitismusbeauftragten aus, und ich finde, er sollte aus dem
Amt entfernt weden, und dieses Amt sollte abgeschafft werden. Ich
möchte mit meinen Steuergeldern nicht einen solchen Unfug finanzieren
müssen.
Bernhard Schornak
2019-05-28 12:37:47 UTC
Permalink
[...] hat das GG den Charakter der Torah
Nein. Die Tora ist ein Märchenbuch, welches ausschließlich
für gläubige Mitglieder des abrahamitischen Glaubens - das
sind nicht zwangsläufig Menschen jüdischer Abstammung, und
ebensowenig sind alle Menschen jüdischer Abstammung dieses
Glaubens - gilt. Es enthält sicher einige Regeln, die aber
ausschließlich für die Gläubigen gelten, und von jenen so-
wohl eingehalten als auch missachtet werden können. Da ein
"Jenseits" reine Spekulation ist, ist es Sache des jeweils
Gläubigen, an angedrohte Strafen im "Jenseits" zu glauben,
oder auch nicht. Es hängt daher einzig von der Gläubigkeit
jedes einzelnen Individuums ab, ob dieses das aufgestellte
Regelwerk einhält, oder eben nicht.

Unsere Verfassung (das Grundgesetz) ist die sämtlichen der
nachfolgenden Gesetzeswerke (BGB, StGB, et cetera) überge-
ordnete Grundlage der deutschen Judikative, und damit auch
*bindendes* Recht für jeden, der sich in unserem Land auf-
hält. Wer gegen dieses Regelwerk verstößt, wird nicht etwa
mit dem Verweis auf die Bestrafung in einem hypothetischen
Jenseits laufen gelassen, sondern muss sich dafür vor sehr
realen Richtern sehr real verantworten, und gegebenenfalls
sehr real eine Geldbusse zahlen oder sehr real einsitzen -
das zur "Religion" zu erklären ist das Eingeständnis, rein
gar nichts davon zu verstehen, was man von sich gibt.
Und da wir in Deutschland Religionsfreiheit haben, nehme ich mein Recht
auf negative Religionsfreiheit in Anspruch und verlange, daß jede
Talmudisierung des deutschen Rechts unterbleibt.
Ehrlich gesagt sprichst Du mit derartigen Aussagen anderen
Menschen das Recht ab, eine eigene Meinung zu haben und an
etwas anderes glauben zu dürfen als Du. Zudem erinnert die
Wortwahl stark an jene Dummheiten, die dazu führten, unser
bis 1933 weitaus größeres Land in *sinnfreien* Kriegen auf
das heutige Miniaturmaß kleinzuschrumpfen. Dabei haben wir
noch das Dusel gehabt, dass die Westmächte eine starke BRD
als Grenzland zum Klassenfeind brauchten, sonst wäre unser
Land heute noch auf dem Stand eines Entwicklungslandes.
Das GG ist nicht die Torah.
Richtig. Bereits das Lesen des ersten Satzes beider Bücher
suggeriert das, was jedem geistesgesunden Menschen bereits
ohne Nachschauen oder das explizite Aufzählen einer selbst
dem unbedarftesten Menschen bekannten Tatsache klar war:

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ [Genesis 1,1]

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." [GG, Art. 1, Abs 1]
Also darf es auch keine Sicherheitszäune um Gesetze geben. Die
Grenze ist genau da, wo das Gesetz es sagt, und bis dahin darf ich
gehen. Das nennt man Rechtssicherheit.
Und Humanisten, die die Trennung von Staat und Kirche fordern, aber
eine solche Talmudisierung des säkularen Rechts kritiklos akzeptieren,
sind ganz einfach Heuchler. Und ehe du fragst - nein, ich hasse keine
Juden. Aber ich möchte selbst nicht jüdisch sein und auch nicht
judaisiert werden.
Und diese neue Kampagne gerade, als Nichtjude aus Solidarität eine
Kippa zu tragen, ist auch noch der Versuch einer sozialen Judaisierung,
und eine absolute Übergriffigkeit. Das Judentum ist die Religion eines
Volkes. Aber jüdische Prinzipien und Sitten haben keinerlei Anspruch
auf universelle Geltung, auch dann nicht, wenn es statt 6 Millionen 12
Millionen Holocaustopfer gegeben hätte. Diese Kampagne ging von einem
sog. Antisemitismusbeauftragten aus, und ich finde, er sollte aus dem
Amt entfernt weden, und dieses Amt sollte abgeschafft werden. Ich
möchte mit meinen Steuergeldern nicht einen solchen Unfug finanzieren
müssen.
Guckst Du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsgeschichte

Jedes Kind, das in Deutschland je zur Schule gegangen ist,
weiß, das sich unser "deutsches" Recht aus dem *römischen*
Recht (angefangen bei der Lex Romana Curiensis) ableitet.

Da die Römer die Juden in zwei Kriegen stark dezimiert und
am Schluss aus Palästina verbannt hatten, ist es reichlich
abwegig, von einer "Talmudisierung" unseres von den Römern
geprägten Rechtssystems zu schwadronieren, ohne das *sehr*
gut begründet nachzuweisen, ohne "alternativ-wissenschaft-
liche" Placebo-Fakten anzuführen, die jeder Historiker auf
diesem Planeten verwirft, da sie nicht nachweisbar sind.

Auf den Rest Deiner "Vor 1945'ger"-Parolen muss man als in
einem freien Land aufgewachsener Mensch nicht eingehen. In
unserem noch freien Land haben selbst Demagogen und Hetzer
wie Du das Recht, ihre Lügen, Placebo-"Wissenschaften" und
Realitätsumdeutungen zu äußern. Der Rest unserer Mitbürger
hat im *Gegenzug* aber auch das Recht, eure Phantastereien
als Humbug abheften und ignorieren zu dürfen.

Von diesem Recht werde ich dann fürderhin Gebrauch machen,
da Dich sämtliche tatsächliche Fakten dieser Welt kaum vom
*Erfinden* immer neuer Placebos abhalten werden, mit denen
Du Dein "alternatives Weltbild" vor seinem endgültigen Zu-
sammenbruch zu bewahren versuchst.

Merke: Para-Realitäten kann man weder Messen noch mit jed-
welchen anderen wissenschaftlichen Methoden nachweisen...


E.O.D.

Bernhard Schornak
Jonas Fleischer
2019-05-28 13:48:13 UTC
Permalink
Post by Bernhard Schornak
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsgeschichte
Jedes Kind, das in Deutschland je zur Schule gegangen ist,
weiß, das sich unser "deutsches" Recht aus dem *römischen*
Recht (angefangen bei der Lex Romana Curiensis) ableitet.
In Deutschland herrscht nur in der Theorie römisches Recht, dann wäre
ganz klar, was legal und was illegal ist.

In Deutschland herrscht Willkür von Richtern, die absichtlich schwammig
formulierte Paragrafen nach Gutdünken interpretieren.

Dieser Richter könnten genausogut Rabbis oder Muftis sein, oder
meinetwegen Druiden oder Goden. Natürlich sind deutsche Richter KEINE
religiösen Richter, aber sie verhalten sich in der Praxis sehr ähnlich.

Ohne Rechtssicherheit stehst du ständig mit einem Bein im Gefängnis, da
alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, erst mal als verboten gilt,
bis es dazu ein höchstrichterliches Urteil gibt. So bekommt die
Rechtsprechung den Geschmack der Gnade, dem Bürger im Nebel auf dem
unsicheren juristischen Sumpf auch mal einen Sonnenstrahl der
Rechtssicherheit zu zeigen.

Unter solchen Umständen wird das GG zur reinen Farce. Denn wie heißt es
immer so schön "Näheres regelt ein Gesetz", und das Gesetz ist dann ein
Gummiparagraf, der erst durch einen Richter ausgelegt werden muß.

Wenn ich es z. B. wagen würde, als Protest gegen die
Kippa-Solidarititätsaktion eines Antisemitismusbeauftragten öffentlich
eine Kippa zu verbrennen, die mein Eigentum ist - wären die
juristischen Folgen abschätzbar? Nein, absolut nicht. Und auf diese
Weise wird der normale, juristisch ungebildete Bürger von vornherein
entmutigt, überhaupt irgendwie aus dem Rahmen zu fallen.

Ob du sowas moralisch akzeptabel findest, ist irrelevant. Mir geht es
gerade darum, nicht moralisch akzeptabel zu sein, denn das ist das
Wesen eines Tabubruchs.

Loading...