Discussion:
Reisen in der k.u.k. Monarchie
(zu alt für eine Antwort)
Tauern Schnee
2015-04-05 17:57:08 UTC
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Raw Message
Die Österreichisch-Ungarische Monarchie war ein Doppelstaat mit dem
Kaiser / König als Verbindungsstelle.
Frage: konnte ein Ösi ohne Reisedokument ins Königreich Ungarn reisen
oder ein Ungar ohne Reisedokument ins Kaiserreich Österreich ? Wie
war das insbesondere bei Nicht-Privilegierten (Nicht-Adeligen) ?

Neugierig
Tauern Schnee
Rüdiger Rösler
2015-04-06 08:51:09 UTC
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Raw Message
Tauern Schnee <***@t-online.de> typed:

> Die Österreichisch-Ungarische Monarchie war ein Doppelstaat mit dem
> Kaiser / König als Verbindungsstelle.
> Frage: konnte ein Ösi ohne Reisedokument ins Königreich Ungarn reisen
> oder ein Ungar ohne Reisedokument ins Kaiserreich Österreich ?

Ja.

> Wie war das insbesondere bei Nicht-Privilegierten (Nicht-Adeligen) ?

Jeder konnte reisen, wohin er wollte, da gab es keinen Unterschied. Der
Bruder Seiner Majestät ist allerdings damals mal nach Mexiko gereist.
Dort wurde er dann erschossen. Da war die Reise zu Ende. Reisen ist
oftmals mit Risiken verbunden.

> Neugierig
> Tauern Schnee

Du sollst nicht plenken.

--
ЯR
w***@web.de
2015-04-07 09:05:47 UTC
Permalink
Raw Message
X-No-archive: Yes

Am Sonntag, 5. April 2015 19:57:09 UTC+2 schrieb Tauern Schnee:

> Frage: konnte ein Ösi ohne Reisedokument ins Königreich Ungarn reisen
> oder ein Ungar ohne Reisedokument ins Kaiserreich Österreich ? Wie
> war das insbesondere bei Nicht-Privilegierten (Nicht-Adeligen) ?

Stefan Zweigs "Welt von gestern" kann man entnehmen, daß Reisen ins Ausland, was die Formalitäten anbetrifft, zur k.u.k.-Zeit wesentlich unproblematischer waren als in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, da es sowas wie Personalweise oder Reisepässe im heutigen Sinne noch nicht gab.
Wolfgang Fieg
2015-04-11 04:57:53 UTC
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Raw Message
Am 07.04.2015 um 11:05 schrieb w-***@web.de:

>
> Stefan Zweigs "Welt von gestern" kann man entnehmen, daß Reisen ins Ausland, was die Formalitäten anbetrifft, zur k.u.k.-Zeit wesentlich unproblematischer waren als in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, da es sowas wie Personalweise oder Reisepässe im heutigen Sinne noch nicht gab.
>

Reisepässe gab es schon, aber sie hatten eher "Schutzbrief"-Charakter.
Sie mitzuführen, lag im Interesse des Reisenden. Zum Grenzübertritt
waren sie nicht zwingend vorgeschrieben.

Wolfgang
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