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Krimkrieg: Geschichte wiederholt sich im Groben
(zu alt für eine Antwort)
Sebastian Schönherr
2014-03-16 07:08:12 UTC
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Raw Message
Geschichte wiederholt sich zwar nicht, jedoch gleichen sich
Großgeschehen bei gleicher Geographie und gleicher
seelischer Verfaßtheit und Ziele der Völker bzw. ihrer Lenker
naturgemäß frappierend.

Ganz so, als verliefe das Schicksal der Völker
innerhalb gewisser Leitplanken ... zwar auf möglichen drei Fahrspuren -
diese jedoch stets innerhalb der Leitplanken und damit gleichartig.
Bei gleichen Verkehrsteilnehmern haben die Akteure das gleiche Ziel,
es scheitern vorher dieselben ... der Ausgang ist fast identisch.
Ganz gleich, als rollten zwei gleiche Wellen gleichweit
den Strand hoch und verliefen sich dann auch gleich weit wieder.

Vorstellen möchte ich hier das "Doppel"
Französisches Kaiserreich "Paris" zwischen 1806 und 1813
mit (US)-Europa "Brüssel" zwischen 1985 und dem Jahre "X" - letzteres
auf Schauungsbasis.
Die Parallelen sind m.E. frappierend.

Tabellarische Auflistung:
=>
a)
Das französische Kaiserreich steht 1806 in vollem Glanze.
Es hat bei Austerlitz die Russen (und Österreicher)
besiegt, die sich daraufhin geschlagen in den Osten zurückziehen.
b)
(US)-Europa hat 1991 auf voller Breite gesiegt,
Rußland ist "geschlagen" und zieht sich aus Westeuropa zurück.

a)
Preußen wird bei Jena und Auerstedt von den Franzosen
besiegt, Berlin wird besetzt, der König flieht
nach Königberg, Preußen wird gedemütigt, der König übel verleumdet,
das Land zerstückelt, und weite Teile werden abgetrennt.
b)
s. Deutschlands Schicksal durch das Vorgehen der Sieger nach 1945.
Da wird "Preußen" sogar verboten!!
Restdeutschland wird von Bonn aus regiert.
Berlin ist besetzt.

a)
Der "Hunger" nach absoluter Herrschaft über ganz Europa
läßt "Paris" nicht ruhen, trotz des Friedens von Tisit 1807
mit Rußland giert "Europa" unter der zentralistischen Diktatur
Napoleons nach "mehr"!
Zar Alexander II. ist zu weiteren Zugeständnissen
nun nicht mehr bereit und "mauert".
b)
Trotz Jelzins und Putins Entgegenkommen nach dem Ende
der SU rückt (West)Europa unablässig und hartnäckig
Richtung Rußland weiter vor, nach Mitteldeutschland, Estland, Lettland,
nach Tschechien,
in die Slowakei, nach Litauen, Polen, nach Rumänien ... an die Grenze
der Ukraine.
Putin/Rußland ist zu weiteren Zugeständnissen
nun nicht mehr bereit und "mauert".

a)
Frankreich ist fest entschlossen, Rußland seinen Willen
aufzuzwingen, und Napoleon überschreitet im Sommer 1812
den Grenzfluß zu Rußland, die Memel.
Zar Alexander ruft seine Bauern zum Partisanenkrieg auf.
Die russische Seele rebelliert gegen den "Westen".
Währenddessen schwärt im frz. Kaiserreich ganz "hinten und unten",
in Spanien ein Volksaufstand, der das frz. Reich massiv schwächt.
b)
Die EU fest entschlossen, Rußland seinen Willen
aufzuzwingen, droht mit Wirtschaftssanktionen,
verleumdet den "Zaren" und droht ihm unverblümt.
Die russische Seele rebelliert gegen den "Westen".
Währenddessen schwärt in der EU ganz "hinten und unten"
die Finanzkrise in Griechenland und Spanien,
was die EU ganz massiv schwächt.

a)
Als Napoleons Glück vor Moskau scheitert,
da fällt Preußen zum Jahresende 1812 von Paris ab
und wechselt ins russische Lager.
b)
Als der Koloß auf tönernen Füßen - die EU - schwankt,
von Unruhen und Aufständen geschwächt - da fällt
Mitteldeutschand von der EU ab und wechselt ins russische Lager.

a)
Der französische Zentralstaat "Paris" ist an Russland gescheitert.
b)
Der zentralistische EU-Staat "Brüssel" ist an Rußland gescheitert.

a)
Herbst 1813: Rußlands Kosaken in Paris.
b)
Herbst 201X: Rußlands Panzer im Elsaß.

a)
Preußen erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche.
Im Jahre 1871 ist der preußische König Kaiser des deutschen Reiches.
b)
Im Jahre "X+y" ist der Imperator "Kaiser" Deutschlands.

Lied von der Linde:
=>
"Deutscher Nam', du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr',
...
Dieses kündet deutschem Mann und Kind
Leidend mit dem Land die alte Lind',
Daß der Hochmut mach' das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll!"

S.






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Werner Sondermann
2014-03-16 09:32:45 UTC
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Raw Message
Post by Sebastian Schönherr
Geschichte wiederholt sich zwar nicht, jedoch gleichen sich
Großgeschehen bei gleicher Geographie und gleicher
seelischer Verfaßtheit und Ziele der Völker bzw. ihrer Lenker
naturgemäß frappierend.
Ganz so, als verliefe das Schicksal der Völker
innerhalb gewisser Leitplanken ... zwar auf möglichen drei Fahrspuren
- diese jedoch stets innerhalb der Leitplanken und damit gleichartig.
Bei gleichen Verkehrsteilnehmern haben die Akteure das gleiche Ziel,
es scheitern vorher dieselben ... der Ausgang ist fast identisch.
Ganz gleich, als rollten zwei gleiche Wellen gleichweit
den Strand hoch und verliefen sich dann auch gleich weit wieder.
Vorstellen möchte ich hier das "Doppel"
Französisches Kaiserreich "Paris" zwischen 1806 und 1813
mit (US)-Europa "Brüssel" zwischen 1985 und dem Jahre "X" - letzteres
auf Schauungsbasis.
Die Parallelen sind m.E. frappierend.
=>
a)
Das französische Kaiserreich steht 1806 in vollem Glanze.
Es hat bei Austerlitz die Russen (und Österreicher)
besiegt, die sich daraufhin geschlagen in den Osten zurückziehen.
b)
(US)-Europa hat 1991 auf voller Breite gesiegt,
Rußland ist "geschlagen" und zieht sich aus Westeuropa zurück.
a)
Preußen wird bei Jena und Auerstedt von den Franzosen
besiegt, Berlin wird besetzt, der König flieht
nach Königberg, Preußen wird gedemütigt, der König übel verleumdet,
das Land zerstückelt, und weite Teile werden abgetrennt.
b)
s. Deutschlands Schicksal durch das Vorgehen der Sieger nach 1945.
Da wird "Preußen" sogar verboten!!
Restdeutschland wird von Bonn aus regiert.
Berlin ist besetzt.
a)
Der "Hunger" nach absoluter Herrschaft über ganz Europa
läßt "Paris" nicht ruhen, trotz des Friedens von Tilsit 1807
mit Rußland giert "Europa" unter der zentralistischen Diktatur
Napoleons nach "mehr"!
Zar Alexander II. ist zu weiteren Zugeständnissen
nun nicht mehr bereit und "mauert".
b)
Trotz Jelzins und Putins Entgegenkommen nach dem Ende
der SU rückt (West)Europa unablässig und hartnäckig
Richtung Rußland weiter vor, nach Mitteldeutschland, Estland,
Lettland, nach Tschechien,
in die Slowakei, nach Litauen, Polen, nach Rumänien ... an die Grenze
der Ukraine.
Putin/Rußland ist zu weiteren Zugeständnissen
nun nicht mehr bereit und "mauert".
a)
Frankreich ist fest entschlossen, Rußland seinen Willen
aufzuzwingen, und Napoleon überschreitet im Sommer 1812
den Grenzfluß zu Rußland, die Memel.
Zar Alexander ruft seine Bauern zum Partisanenkrieg auf.
Die russische Seele rebelliert gegen den "Westen".
Währenddessen schwärt im frz. Kaiserreich ganz "hinten und unten",
in Spanien ein Volksaufstand, der das frz. Reich massiv schwächt.
b)
Die EU fest entschlossen, Rußland seinen Willen
aufzuzwingen, droht mit Wirtschaftssanktionen,
verleumdet den "Zaren" und droht ihm unverblümt.
Die russische Seele rebelliert gegen den "Westen".
Währenddessen schwärt in der EU ganz "hinten und unten"
die Finanzkrise in Griechenland und Spanien,
was die EU ganz massiv schwächt.
a)
Als Napoleons Glück vor Moskau scheitert,
da fällt Preußen zum Jahresende 1812 von Paris ab
und wechselt ins russische Lager.
b)
Als der Koloß auf tönernen Füßen - die EU - schwankt,
von Unruhen und Aufständen geschwächt - da fällt
Mitteldeutschland von der EU ab und wechselt ins russische Lager.
a)
Der französische Zentralstaat "Paris" ist an Russland gescheitert.
b)
Der zentralistische EU-Staat "Brüssel" ist an Rußland gescheitert.
a)
Herbst 1813: Rußlands Kosaken in Paris.
b)
Herbst 201X: Rußlands Panzer im Elsaß.
a)
Preußen erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche.
Im Jahre 1871 ist der preußische König Kaiser des deutschen Reiches.
b)
Im Jahre "X+y" ist der Imperator "Kaiser" Deutschlands.
=>
"Deutscher Nam', du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr',
...
Dieses kündet deutschem Mann und Kind
Leidend mit dem Land die alte Lind',
Daß der Hochmut mach' das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll!"
Geschichte wiederholt sich zwar nicht - das ist schon richtig - aber
es gibt eben eine Dialektik der Macht: Ausgeübte Macht erzeugt quasi
automatisch irgendwann immer auch Gegenwehr, wobei zuvorderst die
vermeintliche eigene Schwäche erst Machtgelüste anderer induziert.

Es ist doch geradezu zwingend, daß die Russen jetzt langsam mal
anfangen, sich gegen die fortschreitende Einkreisung durch die Amis zur
Wehr zu setzen.

Das hätten die doch schon viel früher machen müssen ...?

*Völkerfreundschaft*!

"Wlad" Sondermann

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