Discussion:
Reise zu Kriegszeiten
(zu alt für eine Antwort)
Martin Schade
2016-05-18 15:44:42 UTC
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Raw Message
Hallo,
bei einer Diskussion ist de Frage aufgekommen, ob man zu der Zeit, wo weite
Teile Europas deutsch besetzt gewesen sind, einfach eine Fahrkarte mach
Paris oder Kiew hätte kaufen und losfahren können, oder ob man dazu eine
Genehmigung brauchte und Kontrollen an der ehemaligen durchgeführt worden
sind.
Die Reisenden wären Kleinstadt-Einzelhändler gewesen, d.h. sie hätten ggf.
angeben können, daß sie Geschäftliche Kontakte knüpfen wollen.

Grüße, Martin Schade
Beate Goebel
2016-05-18 17:26:44 UTC
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Raw Message
Martin Schade schrieb am 18 Mai 2016
Post by Martin Schade
bei einer Diskussion ist de Frage aufgekommen, ob man zu der Zeit,
wo weite Teile Europas deutsch besetzt gewesen sind, einfach eine
Fahrkarte mach Paris oder Kiew hätte kaufen und losfahren können,
oder ob man dazu eine Genehmigung brauchte und Kontrollen an der
ehemaligen durchgeführt worden sind.
Welche Zeiten meinst Du?

Das römische Reich deutscher Nation? Da wäre das möglich gewesen, wenn
man die entsprechenden "Durchreisegebühren" der einzelnen Landsfürsten
jeweils bezahlt hätte. Näheres siehe dt. Hanse etc.

Die Zeiten 1939-45? Glaubst Du wirklich, dass im Krieg jeder Zivilist
einfach so durch die Lande ziehen kann?

Beate
--
"Im Usenet nach einem inoffiziellen Webforum zu fragen ist IMHO fast wie
wenn man einen Pfarrer nach dem naechsten Bordell fragen wuerde :-)"
[Bastian Lutz in <46e17970$0$4531$***@newsspool3.arcor-online.net>]
Markus Loch
2016-05-18 20:09:06 UTC
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Raw Message
Post by Beate Goebel
Martin Schade schrieb am 18 Mai 2016
Post by Martin Schade
bei einer Diskussion ist de Frage aufgekommen, ob man zu der Zeit,
wo weite Teile Europas deutsch besetzt gewesen sind, einfach eine
Fahrkarte mach Paris oder Kiew hätte kaufen und losfahren können,
oder ob man dazu eine Genehmigung brauchte und Kontrollen an der
ehemaligen durchgeführt worden sind.
Welche Zeiten meinst Du?
Das römische Reich deutscher Nation? Da wäre das möglich gewesen, wenn
man die entsprechenden "Durchreisegebühren" der einzelnen Landsfürsten
jeweils bezahlt hätte. Näheres siehe dt. Hanse etc.
Die Zeiten 1939-45? Glaubst Du wirklich, dass im Krieg jeder Zivilist
einfach so durch die Lande ziehen kann?
Wie anders wäre ein Kampagne wie diese:

<https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4der_m%C3%BCssen_rollen_f%C3%BCr_den_Sieg!>

zu erklären. Aus dem Text:

"Im Rahmen der Kampagne erschien eine Serie von Anzeigen mit
verschiedenen Motiven. Die meisten dieser Darstellungen forderten
den Leser dazu auf, unnötige Reisen zu unterlassen. So zeigte ein
Motiv ein Zugabteil, in dem ein Soldat in Marschausrüstung vor
einem sitzenden, dämonisierten Reisenden steht. In großen Lettern
war darüber geschrieben: „Hilft Deine Reise siegen?“, verbunden
mit der Unterzeile „Musst Du der Front Wagenraum stehlen?“."

Gruss
Markus
Martin Schade
2016-05-23 08:44:43 UTC
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Raw Message
Post by Beate Goebel
Martin Schade schrieb am 18 Mai 2016
Post by Martin Schade
bei einer Diskussion ist de Frage aufgekommen, ob man zu der Zeit,
wo weite Teile Europas deutsch besetzt gewesen sind, einfach eine
Fahrkarte mach Paris oder Kiew hätte kaufen und losfahren können,
oder ob man dazu eine Genehmigung brauchte und Kontrollen an der
ehemaligen durchgeführt worden sind.
Welche Zeiten meinst Du?
Das römische Reich deutscher Nation? Da wäre das möglich gewesen, wenn
man die entsprechenden "Durchreisegebühren" der einzelnen Landsfürsten
jeweils bezahlt hätte. Näheres siehe dt. Hanse etc.
Die Zeiten 1939-45? Glaubst Du wirklich, dass im Krieg jeder Zivilist
einfach so durch die Lande ziehen kann?
Meine Mutter hat mir mehrmals erzählt, daß sie damals öfter mit dem Zug von
Ost- nach Westpreußen gefahren sind, und daß, nachdem der Polnische Korridor
dazwischen erobert worden war, die Kontrollen an dessen Grenze entfallen
sind.
Ebenso habe ich gehört, daß sie auf der Flucht aus Ostpreußen mit dem LKW
zum Bahnhof gebracht worden ist und dort Fahrkarten kaufen wollte, aber die
Strecke war schon von den Russen erobert. Dann mußte der LKW sie eben weiter
bringen.

Daß dafür Genehmigungen erforderlich gewesen wären habe ich nie gehört.

Grüße, Martin Schade

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